Über eine Liebe die ich mir immer wünschte und dann doch nicht ertragen konnte..
- Aurora

- 28. März
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 3 Tagen
Ein Auszug einer Erkenntnis von mir aus meinem aktuellen Buch.
Ein Reflektieren beim schreiben, als ich meine Erlebnisse und Begebenheiten von damals schilderte, wie ich zum ersten Mal durch einen jungen Mann wahrhaftige Liebe erfuhr.
Sie verkörperte alles, wonach ich mich mein Lebtag sehnte und als ich sie endlich fand und inne hielt - zerstörte ich diese unbewusst..
Es ist fatal, was geschieht, wenn gebrannte Seelen schon als Kinder lernen, dass Liebe Schmerz bedeutet.Wenn Nähe verwechselt wird mit Gefahr, Zuwendung mit Kontrolleund das eigene Dasein mit Schuld. Diese sich ständig wiederholenden Muster, diese Glaubenssätze, die sich in jede Zelle graben, haben viele Gesichter. Sie flüstern uns ein, dass wir auf der Suche nach Liebe sind – doch sobald sie uns begegnet, ertragen wir sie nicht.
Denn wahre Liebe widerspricht allem, was wir gelernt haben. Sie fühlt sich zu groß, zu hell, zu schön an – und so beginnen wir unbewusst zu sabotieren, bis wir uns in der vertrauten Dunkelheit wiederfinden.
Denn dort – im Schmerz, im Drama, im Chaos – kennen wir uns aus.
Ich war darin Expertin.
Alle, die mir nahe standen, gaben mir dieselbe Lektion:
Ich bin nicht gut genug.
Ich bin nicht liebenswert.
Ich bin hässlich.
Also suchte ich mir unbewusst Männer, die mir genau das spiegelten.
Bis eines Tages ein Mann kam, der mich wirklich sah.
Er liebte mich ehrlich – doch ich konnte es nicht annehmen.
Hinter jeder Geste witterte ich Verrat, hinter jedem Wort eine Täuschung.
Ich sah nicht mich.
Ich sah nur meine alten Schatten.
Und so zerstörte ich mit meinen Ängsten das, wonach ich mich am meisten sehnte.
Erst viele Jahre später erkannte ich: Nicht er hatte mich bestätigt, nicht gut genug zu sein –ich selbst war es, die unbewusst alles dafür tat, damit diese alte Wahrheit bestehen blieb.
Das war der Moment, in dem ich begriff,dass Selbstreflexion keine Strafe ist, sondern Erlösung.
Wenn wir verstehen, welche Werte, Worte und Erfahrungen uns ab der Wiege geprägt haben,
dann können wir erkennen, warum wir fühlen, denken und handeln, wie wir es tun.
Wir erkennen, dass viele unserer Überzeugungen gar nicht unsere eigenen sind.
Sie stammen von Eltern, Geschwistern, Freunden, von einem Umfeld, das selbst nicht heil war.
Und genau dort beginnt Heilung:
in der Entscheidung, uns selbst die Liebe zu schenken, die wir im Außen so verzweifelt suchen.
Ich lernte, dass niemand für mein Glück verantwortlich ist – außer ich selbst.
Ich lernte, dass ich mich erst dann in gesunder Liebe verbinden kann, wenn ich mich selbst liebe.
Denn solange wir uns im Innern ablehnen, werden wir im Außen Ablehnung finden.
Und solange wir uns selbst sabotieren, wird jede noch so echte Liebe an uns zerschellen.
Doch wenn wir beginnen, uns selbst anzuerkennen –wirklich zu sehen, zu achten,
zu lieben – dann verwandelt sich alles.
Dann ziehen wir nicht mehr die Spiegel unserer Wunden an, sondern die Spiegel unserer Heilung.
Und vielleicht ist das die schönste Form von Liebe überhaupt:
die, die in uns selbst beginnt – und nie wieder endet.
In liebe Aurora.



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